Interview mit Frau Kroll

Daniela Kroll arbeitet als Leiterin unserer Personalabteilung bei der RFT-Gruppe. Alle eingehenden Bewerbungen, auch die von Ausbildungsbewerber:innen landen zuerst auf ihrem Tisch. Sie weiß daher genau, worauf man beim Bewerbungsschreiben achten sollte, und hat nützliche Tipps für das Bewerbungsgespräch. Wir haben ihr einige Fragen gestellt.

Haben Sie Tipps für Schüler:innen, die sich für eine Ausbildung interessieren?

Der beste Weg ist, man schaut sich erst einmal im Internet um, sucht nach Berufsbildern, die einen interessieren und wählt dann gezielt Firmen aus, die den ausgewählten Ausbildungsberuf anbieten. Viele Unternehmen haben eine eigene Karriere- oder Jobportal-Seite. Dort findet man meist auch die Telefonnummer und E-Mail-Adresse eines Ansprechpartners. Bei Fragen kann man sich dort schon im Vorfeld der Bewerbung melden. Ansonsten empfehle ich Jugendlichen auch gerne, ein Praktikum (Verlinkung zu Praktikumsseite) zu machen. Auch die RFT bietet Praktika an. So kann man schon im Vorfeld in den Ausbildungsberuf hineinschnuppern.

Was gehört in eine Bewerbung?

Für mich persönlich muss eine Bewerbung nicht perfekt sein. Aber es gibt Dinge, auf die man unbedingt achten sollte: Keine Rechtschreibfehler, die richtige Firmenadresse und der Name des Ansprechpartners sind wichtig und zeigen, wie sorgfältig die Bewerbung geschrieben wurde. Das macht auf mich immer einen guten ersten Eindruck.

Online-Bewerbung oder Bewerbungsmappe per Post: Was empfehlen Sie?

Wir bieten Bewerber:innen die Möglichkeit, sich direkt über die Webseite zu bewerben. Hier können Sie kurz und knapp ein paar Informationen über sich eingeben und den Lebenslauf sowie Zeugnisse mitschicken. Ich persönlich bin ein Fan von Online-Bewerbungen oder Bewerbungen per E-Mail. Zum einen wird dadurch viel Papier eingespart, was der Umwelt zugutekommt. Da eine Bewerbung innerhalb der Firma an die entsprechende Fachabteilung und an die Verantwortlichen weitergeleitet wird, ist der Aufwand bei einer Bewerbungsmappe viel größer. Sie muss erst vollständig eingescannt und dann digital weitergereicht werden. Auf dem Postweg kann es auch passieren, dass Flecke, Knicke oder Risse entstehen. Dafür können die Bewerber:innen nichts, es fällt jedoch auf sie zurück.

Stichwort Bewerbungsbilder: Worauf sollte ich achten?

Es ist heute nicht mehr nötig Original-Fotos zu schicken. Es müssen auch keine klassischen Bewerbungsbilder sein. Jedoch sollten es auch keine Selfies oder Fotos von der letzten Party sein. Die Bewerber:innen sollten auf den Bildern möglichst natürlich und sympathisch wirken.

Zur Bewerbung gehört nicht nur der Lebenslauf, sondern auch ein Anschreiben. Was sollte darinstehen?

Wir möchten gerne mehr darüber erfahren, was hinter dem Berufswunsch der Bewerber:innen steckt. Beim Lesen bekomme ich ein Gefühl dafür, wie die Bewerber:innen auf die Ausbildung gekommen sind und wie informiert sie bereits sind. Das Bewerbungsschreiben sollte nicht länger als eine A4-Seite sein.

Meine Bewerbung ist abgeschickt. Wie geht es jetzt weiter?

Sobald uns eine Bewerbung überzeugt hat, lade ich den/die Bewerber:in telefonisch zu uns ein. Im Anschluss an das Telefonat verschicke ich eine Bestätigungsmail, u. a. mit dem Termin für das Bewerbungsgespräch und einer Wegbeschreibung. Beim Gespräch sind je nach Ausbildungsberuf der Betriebsleiter, der kaufmännische Leiter, die Ausbildungsbeauftragte und ich anwesend.

Wie bereitet man sich am besten auf das Bewerbungsgespräch vor?

Ich würde noch einmal genau überlegen, warum ich diese Ausbildung machen möchte. Vielleicht habe ich Fragen, die ich mir notieren und zum Gespräch mitnehmen könnte. Auf die Wahl der Kleidung wird nicht mehr so streng wie früher geachtet. Das heißt, niemand muss etwas tragen, worin er oder sie sich nicht wohl fühlt. Der Pullover, den ich schon zwei Tage anhabe oder die zerschlissene Lieblingsjeans sollten es aber auch nicht sein. Ein gepflegtes Äußeres, wie auch gewaschene Haare sollten selbstverständlich sein, finde ich.

Wir haben uns für dich entschieden!

Der/ die Bewerber:in bekommt von uns Bescheid. Jetzt kann er oder sie noch einmal überlegen, ob sie die Ausbildung bei uns starten möchte. Dann bereite ich die Verträge vor, die vom Auszubildenden bzw. bei minderjährigen Bewerber:innen zusätzlich von einem Elternteil unterzeichnet werden muss. Minderjährige Bewerber:innen müssen zuvor noch einen Test beim Gesundheitsamt machen, um die körperliche Eignung  für die Ausbildung feststellen zu lassen. Wurde der Vertrag beiderseits unterschrieben, erfolgt die Anmeldung bei der IHK oder der Handwerkskammer.

Wie werden die Azubis in der RFT-Gruppe begrüßt?

Wir heißen sie in einem feierlichen Rahmen herzlich willkommen. Dort bekommen die neuen Azubis ihre Verträge überreicht. Dazu werden alle neuen Azubis, die Geschäftsführung, die jeweiligen Ausbildungsbegleiter und Auszubildende aus höheren Jahrgängen eingeladen. So können sich alle kennenlernen und austauschen. Es ist eine entspannte Veranstaltung, in lockerer Atmosphäre, mit Getränken und kleinen Snacks.

Hast du noch mehr Fragen an Frau Kroll? Sie ist gerne für dich da und beantwortet dir deine Fragen!

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