RFT kabel – Aktuelles

Digitale Lebensadern

Wirtschaftsminister zu Besuch bei RFT kabel
Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (Bildmitte)

 

Breitband-Internet - Digitale Lebensader für die künftige Wirtschaft

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber besuchte am Mittwoch (02.11.2016) das Rechenzentrum der RFT kabel Nord GmbH in Neuruppin und informierte sich im Gespräch mit Stefan Tiemann, Geschäftsführer der RFT kabel, über den Breitbandausbau aus Sicht eines lokalen Netzbetreibers.

“RFT kabel ist ein wichtiger Netzbetreiber im Land Brandenburg.” (Albrecht Gerber)

Beim Rundgang durch den erst im April dieses Jahres eröffnete Technikstandort, inklusive Rechenzentrum, zeigte sich Brandenburgs Wirtschaftsminister sehr interessiert. Er selbst sei zwar kein Technik-Experte, so Gerber, “aber ich bin sicher, dass hier eine der modernsten Anlagen gebaut wurde, die man in der Region finden kann.” Einblick erhielt der Minister nicht nur in das streng gesicherte Innenleben des Data Centers, sondern auch in das umfangreiche Dienstleistungsportfolio des Netzbetreibers. “Das Thema Datensicherheit wird weiter an Bedeutung gewinnen. Die RFT kabel hat ein Rechenzentrum gebaut, dass offen für Firmen ist, die ihre Daten in der Region behalten und gleichzeitig über eine professionelle IT-Infrastruktur verfügen möchten. Ich hoffe darauf, dass dieses Angebot angenommen wird,” erklärte Gerber nach dem Rundgang.

“Wir lehnen uns nicht zurück und kritisieren nur. Die RFT kabel berät Breitbandverantwortliche und bietet technische Lösungen an." (Stefan Tiemann)

Im anschließenden Gespräch verdeutlichte RFT kabel-Geschäftsführer Stefan Tiemann seinen Standpunkt hinsichtlich der Lage des Breitbandausbaus. Was er bei der Debatte um die zukünftige Gigabit-Gesellschaft vermisse, sei eine nachhaltige Breitbandstrategie seitens des Landes. Tiemann schlug vor, die aktuelle Fördersituation zu nutzen, um gemeinsam mit den Landkreisen und Gebietskörperschaften an einem Masterplan zu arbeiten. Tiemann: “Natürlich ist Vectoring für das aktuelle Breitbandziel, alle Haushalte bis 2018 mit 50-MBit/s zu versorgen, die preiswerteste Ausbaulösung. Aber Sigmar Gabriel spricht bereits von einer Gigabit-Gesellschaft in 2025. Auch auf EU-Ebene wurden jetzt ehrgeizigere Ziele formuliert, die Aufrüstungsoptionen in den Gigabit-Bereich vorsehen. Das ist nur mit Glasfaser zu schaffen.” Bei seinem Appell an den Wirtschaftsminister ließ der Unternehmer die finanzielle Ausstattung der Kommunen und des Landes nicht außer Acht. “Wenn aus monetären Gründen auf Vectoring gesetzt werden muss, sollten zumindest Kabelverzweiger vorsorglich mit Leerrohr-Reserven versehen werden.” Ferner seien im Dialog mit den Stadtwerken oder der Wohnungswirtschaft alternative Lösungen möglich. So ließen sich u. a. Kosten teilen, wenn in einem Ausbaugebiet ohnehin Tiefbauarbeiten geplant seien, so Tieman weiter.

Wirtschaftsminister Gerber stimmte Tiemann in wesentlichen Punkten zu. Das Förderprogramm des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur bringe die Breitbandentwicklung im Land Brandenburg zwar ein deutliches Stück voran. “Doch was vor 15 Jahren schnelles Internet war, will heute keiner mehr haben und was 2018 Stand der Dinge ist, wird 10 Jahre später erneut überholt sein.” Die technische Entwicklung sei so rapide, dass man sich schnell in einer Situation wiederfindet, “in der man die Latte beim Versuch sie zu überspringen, reißt.” Ein Masterplan, wie von Tieman gefordert, wäre aus seiner Sicht daher ein “zweischneidiges Schwert”, befürchtet Gerber. Seiner persönlichen Auffassung nach, sollte die Bundesrepublik, sprich Bund und Länder gemeinsam, “sehr viel mehr in den Breitbandausbau investieren. Es betrifft die Lebensadern unserer Wirtschaft. Wenn ich allein an das Stichwort Industrie 4.0 denke, müssen wir mehr machen als bisher im Land passiert ist."

Die RFT kabel wird im Land Brandenburg weiterhin den Dialog fördern und Unterstützung anbieten. Tiemann: “Wir wollen, dass Breitbandverantwortliche das Thema nicht nur durch eine mangentafarbene Brille betrachten.” Deshalb wird der Netzbetreiber gemeinsam mit Vertretern vom Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO) und des Breitbandbüro des Bundes (BBB) weitere Workshops anbieten.

 

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